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Walahfrid Strabo

Walahfrid von der Reichenau, auch Strabo, der Schielende, genannt, hatte schon im frühen Mittelalter ein Auge auf den Kräutergarten geworfen.

Am Bodensee geboren, lebte und wirkte er als Mönch lange im Kloster der Insel Reichenau. Um 840, also lange vor Erfindung des Buchdrucks, verfasste Walahfrid dort das erste deutsche und eines der bedeutendsten botanischen Werke des Mittelalters, den Liber de cultura hortorumso, kurz Hortulus.

Inspiration zu diesem gereimten Pflanzenratgeber fand er im klostereigenen Kräutergarten. Seiner Liebe zu diesem grünen Örtchen haben wir das faszinierende und nützliche Lehrgedicht zu verdanken. In 24 Versen werden 24 Heilkräuter, Küchen- und Zierpflanzen samt Anbauhilfe und Wirkweisen beschrieben. Sogar die Pflanzenanlage des berühmten St. Galler Klosterplans aus dem frühen 9. Jahrhundert ist dem Sammelsurium des Hortulus entlehnt.

Heute kann man den Garten wieder besuchen: 1991 wurde der Kräutergarten nach Walahfrids Muster im ehemaligen Klostergarten des Münsters auf der Reichenau neu angelegt.

Strabos KräutergartenReichenau

frei zugänglich / immer geöffnet

1991 wurde der Kräutergarten nach dem historischem Muster von Walahfrid Strabo völlig neu angelegt.

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