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Pilgern einmal anders am Bodensee

Neue Broschüre „Bodensee-Kirchenbesucher“ und ein modernes Pilgermahl ab März/ April 2014

Eine Flut von Besuchern reiste vor 600 Jahren an den westlichen Bodensee, um am Konstanzer Konzil, dem größten Kongress des Mittelalters, teilzunehmen und in die Nähe von Papst, Kardinälen, Fürsten und gekrönten Häuptern zu kommen. Wer in Konstanz gerade nichts zu tun hatte, schaute sich schon damals gerne auch die Gegend an, besuchte berühmte Reliquien wie etwa auf der Insel Reichenau oder pilgerte zu den Wallfahrtsstätten rund um den See.

Neue Broschüre: Bodensee-Kirchenbesucher

In Erinnerung an diese Zeit und als Beitrag zum großen Jubiläum „600 Jahre Konstanzer Konzil“ bietet der westliche Bodensee mit der Broschüre Bodensee-Kirchenbesucher ab März auch heutigen Gästen eine Navigationshilfe zu den interessantesten Kirchen, Kapellen und Klöstern der Region. Darunter befinden sich weniger bekannte Kleinode ebenso wie die berühmten Kirchen, die Kunstwerke von Weltrang bergen. Der Besucher erfährt darüber hinaus Wissenswertes über alte Pilgerwege in der Region, es gibt Routenvorschläge für Tagesausflüge und einen Überblick über außergewöhnliche kirchliche Feste und Traditionen am westlichen Bodensee. Noch umfassender informiert die Website www.bodensee-kirchenbesucher.eu (ebenfalls ab März 2014). Besonderheit: In den Kirchen liegen Aufkleber aus, die Besucher in den integrierten Pass einkleben können. Ähnlich Pilgerstempeln zeigen sie unterschiedliche Motive. Mit den Aufklebern von mindestens acht Kirchen erhält man in einem an der Aktion teilnehmenden Museum einen Rabatt oder ein Geschenk.

Untersee-Köche kredenzen modernes Pilgermahl

Am deutsch-schweizerischen Untersee können Gäste ab April in ausgesuchten Restaurants ein „Pilgermahl“ bestellen. Dabei erwartet sie keinesfalls eine karge Mahlzeit. Die einzigen Vorgaben für die Küche: Alle Zutaten bis auf die Gewürze kommen aus der Region und wurden schon zur Konzilszeit verwendet. Eine große Herausforderung für die Köche ist es dabei, Gerichte z.B. ohne Kartoffeln oder ohne Tomaten zu kreieren – diese Zutaten gab es 1414 in Europa nämlich noch nicht. Brot, Käse, Wasser und Wein bildeten damals die Grundzutaten für eine schnelle Vesper, aber auch Fisch, Fleisch, sowie heimisches Obst und Gemüse standen damals und auch heute für Pilgermahle zur Verfügung. Welche Gerichte aus den entsprechenden Zutaten als Pilgermahl heute auf den Tisch kommen, entscheiden am Ende die Gastronomen – so entsteht eine einladende kulinarische Vielfalt.
Eine Übersicht über die teilnehmenden Betriebe findet sich ab April 2014 unter www.tourismus-unteresee.eu. In den Restaurants selbst werden die Pilgermahle auf eigenen Speisekarten im einheitlichen Design präsentiert, so dass Gäste auch vor Ort auf die Aktion aufmerksam werden. Auch einige Direktvermarkter aus der Region haben sich der Aktion angeschlossen und stellen für Ausflügler ein Vesperpaket als Pilgermahl zum Mitnehmen bereit. Angeregt wurde die Aktion von der deutsch-schweizerischen Organisation Tourismus Untersee e.V., um Gäste anlässlich des Konziljubiläums auch geschmacklich mit dem Mittelalter in Berührung zu bringen. Für die teilnehmenden Gastronomen und Direktvermarkter organisiert Tourismus Untersee eigens Schulungen, in der die Köche unter anderem lernen, welche Obst- und Gemüsesorten im Mittelalter auf den Tisch kamen.

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Lucia Kamp

Geschäftsführerin

Tel. +49 (0) 7735 91 90 55
lucia.kamp@bodenseewest.eu